Madeira Unlocked – von Corona-Homeoffice zu echten Happenings auf Madeira
Wie aus einem Unternehmensberater, einer Lehrerin und einer Pandemie eine besondere Madeira-App entstand
Wer sich für Happenings auf Madeira, aktuelle Events, Yoga-Angebote, Cafés oder das echte Inselleben interessiert, stößt früher oder später auf Madeira Unlocked.
Was viele nicht wissen:
Hinter Madeira Unlockt stehen Andy und Simone, ein Paar aus Deutschland. Die beiden sind seit 22 Jahren verheiratet und haben zwei Söhne, heute 21 und 20 Jahre alt. Eine Familie mit viel gemeinsamer Geschichte, festen Wurzeln – und gleichzeitig der Offenheit, das eigene Leben noch einmal komplett neu zu denken.
Andy arbeitete viele Jahre als Unternehmensberater in der Telekommunikationsbranche, Simone war Grundschullehrerin. Ein solides, gut organisiertes Leben – bis Corona kam. Mit der Pandemie verlagerte sich Andys gesamter Arbeitsalltag ins Homeoffice. Was zunächst praktisch war, fühlte sich mit der Zeit immer enger an. Keine Ortswechsel, keine Reisen, kaum neue Eindrücke. Dieses Gefühl von Stillstand wurde zunehmend belastend.
Irgendwann reifte eine spontane Idee: raus aus dem Homeoffice, rein in einen anderen Alltag. Workation auf Madeira.
Januar 2022: Drei Wochen, die alles verändert haben
Im Januar 2022 flog Andy für drei Wochen nach Madeira, um von dort aus zu arbeiten. Die ersten zwei Wochen verbrachte er in Santo da Serra, umgeben von Natur, Weite und Ruhe – ein starker Kontrast zum deutschen Pandemie-Alltag. Die dritte Woche lebte er in einem Airbnb in Funchal. Und genau dort passierte etwas Unerwartetes.
Andy erfuhr zufällig, dass das Haus, in dem sich seine Airbnb-Wohnung befand, verkauft werden sollte. Statt diese Information einfach zur Kenntnis zu nehmen, sprach er die Verkäufer direkt an. Der Gedanke ließ ihn nicht mehr los. Gleichzeitig war ihm klar: Diese Entscheidung konnte er nicht allein treffen. Simone musste selbst kommen, die Insel sehen, das Haus fühlen.
Nur zwei Wochen später flog Simone gemeinsam mit ihrem älteren Sohn Joshua nach Madeira. Was dann folgte, liest sich fast wie ein Film – und fühlte sich trotzdem erstaunlich klar an. Am Samstag ging es zuerst auf eine Levada-Wanderung an der Moinho / Nova. Am Abend waren sie zum Essen in dem Haus eingeladen, das vielleicht ihr zukünftiges Zuhause werden sollte. Es gab zwar bereits eine Hausführung – aber Simone hatte zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal das ganze Haus gesehen.
Am Sonntag sagte Simone diesen einen Satz, der alles entschied:
„Lass es uns machen.“
Am Montag folgte ein Tag, der ihr Leben nachhaltig veränderte. Steuernummern bei der Câmara, Bankkonto eröffnen, am Nachmittag der Termin beim Notar, um den Vorvertrag und die Kaufunterlagen vorzubereiten und zu unterschreiben. Danach blieben acht Wochen, um die Finanzierung auf die Beine zu stellen. An Ostern 2022 waren sie Hausbesitzer auf Madeira. Wenn Simone heute darauf zurückblickt, sagt sie selbst: „Wahnsinn, wenn ich das alles nochmal durchgehe.“
Vom Ferienhaus zur neuen Heimat
Zunächst wussten sie gar nicht genau, was aus dem Haus werden sollte. Vielleicht Airbnb, vielleicht Eigennutzung, vielleicht einfach ein Ort für später. Doch da Andy remote arbeiten konnte, kam er immer wieder nach Madeira – und mit jedem Aufenthalt wuchs das Gefühl, dass dies mehr als nur ein Rückzugsort war.
Simone verbrachte fast alle Ferien auf der Insel, oft mit den Kindern, mit Familie oder Freunden. Von Anfang an fühlte sie sich hier erstaunlich zuhause. Und jedes Mal, wenn sie Madeira wieder verlassen musste, wurde dieses Gefühl stärker: „Eigentlich möchte ich hier bleiben“.
Da ohnehin ein gemeinsames Sabbatical von Juli 2024 bis Juni 2025 geplant war, nutzten sie einen Teil dieser Zeit bewusst, um den Alltag auf Madeira zu testen. Am Ende dieses „Probelaufs“ war die Entscheidung klar: Sie wandern aus. Simone kündigt ihren Job, gibt das Beamtentum auf, das Haus in Deutschland wird verkauft.
Andy ist seit Januar 2023 auf Madeira ansässig, Simone folgte im Januar 2026, da sie bis Ende 2025 noch beruflich in Deutschland gebunden war.
Wie aus Freundes-Tipps eine App für Madeira entstand
Während dieser Zeit stellten Freunde und Besucher immer wieder dieselbe Frage:
Was kann man auf Madeira machen? Wo ist Yoga? Welche Events laufen diese Woche?
In Madeira passiert unglaublich viel – aber vieles organisiert sich über unzählige WhatsApp-Gruppen. Für Yoga, Surfen, Wandern, Musik, Kunst oder Outdoor-Aktivitäten gibt es gefühlt für alles eine eigene Gruppe. Praktisch, aber schnell unübersichtlich, vor allem für Neuankömmlinge.
Genau hier entstand die Idee: eine App, die Happenings, Events und Empfehlungen auf Madeira bündelt – persönlich, kuratiert und übersichtlich.
Was ursprünglich nur für Freunde gedacht war, entwickelte sich Schritt für Schritt weiter. Neue Funktionen kamen dazu, Inhalte wurden gepflegt, aktualisiert und erweitert.
Heute bietet Madeira Unlocked unter anderem ein Highlight des Tages, verschiedene Kategorien wie Essen, Cafés, Natur und Erlebnisse sowie einen Kalender mit regelmäßigen und einmaligen Veranstaltungen. Besonders wichtig ist Simone und Andy dabei, dass die App kein Massentourismus-Projekt ist. Empfehlungen kommen nur dann hinein, wenn sie die Menschen dahinter persönlich kennen oder wirklich überzeugt sind.
Ich selbst bin mit Simone in Kontakt gekommen, nachdem sie meine Yoga-Angebote entdeckt hat. Wir haben uns persönlich getroffen – und genau das spiegelt den Charakter der App wider. Viele Locals sagen heute selbst, wie wertvoll Madeira Unlocked geworden ist, weil sie Ordnung in das sonst so verstreute WhatsApp-System bringt, ohne unpersönlich zu sein.
Eine App, die aus dem Leben entstanden ist
Madeira Unlocked ist kein Projekt aus einem Businessplan.
Es ist entstanden aus Corona, Homeoffice-Frust, einer spontanen Workation und vielen ehrlichen Begegnungen. Vielleicht fühlt sich die App deshalb für so viele Menschen stimmig an:
Weil sie nicht nur zeigt, was auf Madeira passiert, sondern weil man spürt, warum es hier passiert.
Hier kannst du sie dir Madeira Unlocked runterladen: https://www.madeira-unlocked.com/download
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