Keine Lust auf Sport bei Hitze? Damit bist du nicht allein.
Gerade im Sommer fällt es vielen Menschen schwer, sich zu bewegen. Die Temperaturen steigen, man fühlt sich müde und träge und oft fehlt einfach die Motivation für Sport.
Vielleicht sitzt du den ganzen Tag im Büro. Vielleicht hast du Verspannungen vom vielen Sitzen. Vielleicht möchtest du dich einfach wieder wohler in deinem Körper fühlen, hast aber keine Lust auf Fitnessstudio, schweißtreibende Workouts oder Gruppenkurse.
Genau deshalb kann Stuhl-Yoga eine tolle Möglichkeit sein, auch an heißen Tagen und im Sitzen in Bewegung zu kommen.
Warum Stuhl-Yoga mehr ist als Yoga für Senioren
Viele Menschen denken bei Stuhl-Yoga zuerst an Senioren oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen.
Und ja, genau dafür ist es auch wunderbar geeignet. Stuhl-Yoga ermöglicht Menschen, die sich nicht gut bewegen können oder sich auf der Yogamatte unsicher fühlen, trotzdem Yoga zu praktizieren.
Aber das ist längst nicht alles.
Stuhl-Yoga eignet sich genauso für Menschen, die viel sitzen, wenig Zeit haben oder einfach einen sanften Einstieg suchen. Oft reichen schon wenige Minuten Bewegung aus, um den Körper wieder aufzuwecken.
Ich merke das selbst immer wieder in meinen Yogastunden. Die Aufwärmübungen zu Beginn sind oft ganz einfach. Den Kopf langsam nach links und rechts bewegen, die Schultern kreisen oder den Nacken sanft dehnen.
Eigentlich sind das kleine Bewegungen.
Und trotzdem spürt man oft schon nach wenigen Minuten einen Unterschied.
Was mich während meiner Yogaausbildung in Indien überrascht hat
Während meiner Yogaausbildung in Indien war Stuhl-Yoga ein Teil der Ausbildung. Damals fand ich das Thema sehr interessant.
Wie viele andere Menschen dachte ich zunächst, dass Stuhl-Yoga hauptsächlich für ältere Menschen gedacht ist.
Mit der Zeit habe ich aber erkannt, wie viel Potenzial darin steckt.
Viele Beschwerden entstehen heute durch langes Sitzen, Arbeit am Computer oder einen stressigen Alltag. Genau hier können einfache Übungen auf dem Stuhl helfen, den Körper wieder in Bewegung zu bringen und neue Energie zu schaffen.
Warum langsamer manchmal genau das Richtige ist
Vor Kurzem hatte ich eine Teilnehmerin in einer Yogastunde, die zum ersten Mal Yoga gemacht hat. Sie war Ende 30 und ich erklärte, dass wir die Bewegungen mit dem Atem verbinden.
Nach kurzer Zeit sagte sie zu mir:
„Aber dann ist die Bewegung ja total langsam.“
Ich fand diesen Satz unglaublich spannend.
Denn genau das ist eigentlich der Sinn dahinter.
Im Alltag machen wir vieles schnell. Wir essen schnell, laufen schnell, arbeiten schnell und oft atmen wir auch viel schneller und flacher, als uns bewusst ist.
Im Yoga verbinden wir Bewegung und Atmung bewusst miteinander. Dadurch werden die Bewegungen automatisch langsamer.
Und genau darin liegt oft die Herausforderung.
Nicht noch schneller werden. Nicht noch mehr schaffen. Sondern einfach einmal wahrnehmen, wie es uns gerade geht.
Für mich ist Stuhl-Yoga deshalb nicht nur Bewegung. Es ist auch eine Einladung zur Entschleunigung.
Sich ein paar Minuten Zeit nehmen.
Den eigenen Atem spüren.
Den Körper wahrnehmen.
Und vielleicht für einen Moment aus diesem ständigen „höher, schneller, weiter“ aussteigen.
Warum es beim Abnehmen nicht nur um Kalorien geht
Mein Buch heißt zwar „Abnehmen mit Stuhl-Yoga“, aber dabei geht es mir nicht darum, möglichst schnell Gewicht zu verlieren.
Natürlich spielen Ernährung, Bewegung im Alltag und Spaziergänge ebenfalls eine wichtige Rolle.
Ich glaube jedoch, dass Veränderung oft dort beginnt, wo wir wieder lernen, auf unseren Körper zu hören.
Viele Menschen tragen Stress, Anspannung, Selbstzweifel oder negative Gedanken mit sich herum. Oft merkt man gar nicht, wie sehr sich das auch körperlich bemerkbar macht.
Im Yoga sagt man häufig, dass das, was wir mit dem Körper tun, auch Einfluss auf unseren Geist hat.
Deshalb beginnt mein Programm nicht mit Druck oder Verzicht, sondern mit dem Loslassen.
Bevor wir etwas verändern können, dürfen wir uns oft erst wieder mit uns selbst verbinden.
Mein 28-Tage-Stuhl-Yoga-Programm
Die Challenge ist in vier Wochen unterteilt, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt haben.
Woche 1: Loslassen
In der ersten Woche geht es darum, zur Ruhe zu kommen und alles loszulassen, was uns belastet. Gedanken, Stress und Anspannung dürfen für einen Moment in den Hintergrund treten.
Woche 2: Feuer entfachen
Die zweite Woche widmet sich der Verdauung. Denn eine gute Verdauung ist ein wichtiger Faktor, wenn wir uns wohl in unserem Körper fühlen möchten. Die Übungen wurden so ausgewählt, dass sie den Bauchraum sanft mobilisieren und die Verdauung unterstützen können.
Woche 3: Balance finden & innere Kraft stärken
In der dritten Woche liegt der Fokus auf der Körpermitte. Eine starke Mitte kann dabei helfen, die Haltung zu verbessern und mehr Stabilität im Alltag zu entwickeln.
Woche 4: Herz öffnen und Schultern befreien
In der letzten Woche geht es um Herzöffnung. Dabei stehen Themen wie Selbstwert, Selbstliebe, Geduld und ein liebevollerer Umgang mit sich selbst im Mittelpunkt. Durch sanfte Übungen für Brustraum und Schultern schaffen wir mehr Aufrichtung und Weite. Denn oft sind wir mit uns selbst viel strenger als mit anderen Menschen. Diese Woche soll daran erinnern, sich selbst mit mehr Freundlichkeit und Wertschätzung zu begegnen.
Mit Audio-Anleitungen direkt mitmachen
Ein Punkt, der mir bei diesem Buch besonders wichtig war: Du musst die Übungen nicht ständig nachlesen.
Zu jeder Übung gibt es eine Audio-Anleitung. Du kannst dich einfach auf deinen Stuhl setzen, meiner Stimme folgen und die Übungen mitmachen.
Dadurch entsteht eine ganz andere Erfahrung, als wenn man ständig zwischen Buch und Bewegung hin- und herschauen muss.
Du kannst dich vollständig auf dich selbst, deinen Atem und deinen Körper konzentrieren.
Hör gerne mal rein.
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Extra für den Sommer: Kühlende Atemübungen
Da es sich um die Sommer-Edition handelt, enthält das Buch zusätzlich eine kühlende Atemübungen, Sheetali Pranayama.
Diese lässt sich bequem auf dem Stuhl durchführen und kann besonders an heißen Tagen sehr angenehm sein.
Gerade im Sommer suchen viele Menschen nach einer sanften Möglichkeit, sich zu bewegen, ohne direkt ins Schwitzen zu kommen. Genau dafür sind diese Übungen gedacht.
Auch nach den 28 Tagen geht es weiter
Damit du nach der Challenge nicht wieder bei null anfängst, enthält das Buch zusätzlich einen mehrwöchigen Anschlussplan als Download.
So kannst du die Übungen langfristig in deinen Alltag integrieren und Schritt für Schritt eine neue Gewohnheit entwickeln.
Fazit: Manchmal beginnt Veränderung auf einem Stuhl
Du musst nicht perfekt sein. Du musst nicht besonders sportlich sein. Und du musst dich auch nicht stundenlang quälen.
Manchmal reicht es, sich für ein paar Minuten auf einen Stuhl zu setzen, bewusst zu atmen und sich wieder mit dem eigenen Körper zu verbinden.
Genau dafür habe ich dieses Buch geschrieben.
Für Menschen, die sich mehr bewegen möchten.
Für Menschen, die sich wieder wohler in ihrem Körper fühlen möchten.
Und für Menschen, die entdecken möchten, dass Yoga nicht kompliziert sein muss.
Manchmal beginnt Veränderung mit einer einzigen bewussten Bewegung. Und manchmal beginnt sie auf einem Stuhl.